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Im Gegenteil, der Laden ist sehr fantasievoll gestaltet
und eingerichtet. Dabei wurden bewußt unterschiedliche
Materialien verwendet: Holz, Stein und Metall sind verarbeitet.
Und ergeben zusammen eine sehr entspannte Atmosphäre.
Zudem gibt die Mixtur aus den verschiedenen Baumaterialien
gleich einen Hinweis auf die weltoffene Haltung des
Clubs. Jeder ist willkommen, egal ob arm oder reich.
Aus diesem Grund sind auch die Preise sehr moderat bemessen.
Der Eintritt variiert zwischen 5 und 10 Euro, je nach
auftretenden Künstlern. Und davon gibt es viele.
Denn hier gibt es jeden Abend Liveshows, immer Jazz
oder Kabarett und immer unterschiedliche Künstler mit
unterschiedlicher Interpretation der Musik. Jede Jazz-Stilrichtung
ist im Schlot willkommen.
Jazz
Improvisation lernen & verstehen
Das
ist auch nicht weiter verwunderlich, denn betrieben
wird der Club von 2 wahren Jazz-Enthusiasten. Einer
der beiden ist Stefan
Berker.
Er ist nicht nur Jazz-Lehrbuchautor
und selbst aktiver Jazzer, er leitet auch die
global
jazz academy,
ein sehr renomiertes Unternehmen für Jazz-Fernstudien.
Man kann also sagen, dass Stefan sein Leben dem Jazz
verschrieben hat. Der andere Enthusiast ist John Kunkeler,
der extra für die Gründung des Schlot sein Lehramt niederlegte.
Auch er ist mit ganzem Herzen Betreiber eines Jazz-Clubs.
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Aber
das zweite Standbein, das Kabarett, soll hier natürlich
auch Erwähnung finden. Der Schlot hat bereits viele
große Namen aus Jazz und Kabarett gesehen. Und
bei einigen Künstlern auch durchaus wesentlich
zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades beigetragen.
Das
mittlerweile überregional bekannte Kabarettrio „Mittwochsfazit“
bspw. ist nach dem langjährigen festen Zeitpunkt im
Programm des Schlot benannt, der damals noch im Bezirk
Prenzlauer Berg residierte.
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Heute ist der Jazz-Club weit über die Grenzen Berlins
hinaus bekannt. Das liegt auch an der nicht-kommerziellen
Strategie der Betreiber. Hier wird mehr Wert auf ein
anspruchsvolles und abwechslungsreiches Program als
auf übervolle Kassen gelegt. Das ist für den Besucher
gut, lässt aber die Zukunft des Clubs eher ungewiss
erscheinen. Aufgrund der zentralen Lage nahe des Nordbahnhofes
ist der Schlot bestens aus allen Richtungen erreichbar
und gerade bei Konzerten auch immer gut besucht.
Wer
nach Berlin kommt sollte auf jeden Fall einen Besuch
im Schlot mit einplanen. Ein anspruchsvolleres Jazzprogramm
als hier gibt es kaum in Berlin. Und wer weiß, wie lange
der Club noch existiert...
Kai
Kappauf
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