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Von außen ist der
Club eher unscheinbar. Ein großes Haus hinter 8 nach
unten führenden Stufen, welches den Gast durch eine
große, schwarze Tür nach drinnen führt, darüber eine
orange Markise.
Eher unspektakulär ist der Innenraum,
so könnte man vermuten. Aber weit gefehlt, im Innenraum
befindet sich einer der ältesten Jazzclubs Deutschlands,
der „Jazzclub Hannover“. Einer der Grundungsväter ist
Michael „Mike“ Gehrke, der den Club zu einer international
bekannten Jazzplattform
machte und leider vor einigen Jahren verstarb. Sein
Name ist mit dem Club, der aufgrund der großen orangen
Markise am Eingang liebevoll „Orange Club“ genannt wird,
fest verbunden.
Hier geht's zu Jazz-Jamtracks
für Piano, Sax, Gitarre, Trompete etc.
Wo wir gerade bei Namen sind
- hier einige mehr: Armstrong,
Ellington
und Basie, Hampton, Goodman, Mangelsdorff und Burton,
sie alle standen hier schon auf der Bühne. Diese ist
montags und freitags ab 20:30 freigegeben, denn zu diesen
Zeiten hat der Club geöffnet. Mit bis zu 130 Personen
Fassungsvermögen ist der Club eher klein, aber das trägt
natürlich auch zu der typischen „Jazzkeller“-Atmosphäre
bei. Der Club mit eigenem Förderverein und entsprechend
moderaten Preisen ist zumindest in Hannover aufgrund
seines Flairs einmalig. Näher als hier ist man den Musikern
in Hannover selten. Allerdings stehen hier nicht nur
besonders bekannte Musiker auf der Bühne, es werden
auch Jazz-Newcomer
gefeatured. Besonders großer Wert wird dabei auf die
Verbundenheit mit und Förderung der lokalen Jazzszene
gelegt.
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Wie bereits erwähnt wurde eigens
ein Förderverein für den Club ins Leben gerufen, und
so ist es nicht verwunderlich, dass Lokalpolitiker wie
Bürgermeister Bernd Strauch fest im Clubleben integriert
sind. Als einer der wenigen nicht-kommerziellen Jazzclubs
sollte das Überleben des „Orange Club“ also gesichtert
sein. Nicht-kommerziell, weil fast alles ehrenamtlich
organisiert wird. Trotzdem wird natürlich kein Besucher
der Tür verwiesen, nur weil er kein Clubmitglied ist.
Hiervon gibt es ganze 70 Personen, so dass personelle
Fragen gar nicht erst entstehen.Trotzdem bedarf es vieler
(zum Glück vorhandener) Sponsoren, um den Club tragen
zu können. Wer sich für Jazz
interessiert und in Hannover wohnt sollte durchaus über
eine Mitgliedschaft nachdenken. Wer nur auf der Durchreise
ist, der sollte trotzdem einmal reinschauen, den einen
so strukturierten Jazzverein mit eigenem Jazzclub wird
man nicht häufig zu Gesicht bekommen.
Kai Kappauf
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