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Das
endgültige Comeback fand dann in Form eines Überrraschungsauftritts
beim „Newport
Jazz Festival“
(1955) statt. Dieser führte auch zu einem Vertragsangebot
des Majorlabels Columbia.
Obwohl
schon bei Columbia unter Vertrag musste Davis noch seinen
bestehenden Vertrag bei Prestige erfüllen. Mit
dem damaligen Quintett nahm er aus diesem Grund gleich
vier Alben in nur zwei Tagen auf und arbeitete parallel
daran noch an ´Round About Midnight, der
ersten Veröffentlichung für Columbia.1959
enstand eines der wichtigsten Alben in Miles Davis´
Karriere: Kind of Blue. Neben seiner Relevanz
für die Weiterentwicklung des Jazz
(es gilt als beispielhaft für "modalen Jazz")
ist es mit über sechs Millionen Einheiten eines
der meistverkauften Jazzalben aIler Zeiten.
Aus
der Zeit um Kind of Blue geht Davis´ zweites
wichtigstes Quintett hervor: Die Besetzung mit Tony
Williams (Schlagzeug), Ron Carter (Bass), Herbie
Hancock
(Klavier) und Wayne Shorter (Saxophon) bildete eine
der hochkarätigsten der Jazzgeschichte überhaupt.
Gleichzeitig war es auch das letzte rein akustische
Ensemble.
Beeinflusst durch Bands wie The Byrds oder Jimi Hendrix,
verlagerten sich Miles Davis´ musikalische Interessen
immer mehr in Richtung Fusion.
Davon zeugen etwa die Aufnahmen zu Miles in the Sky
(1968), bei denen Gitarrist George Benson involviert
war und Pianist Herbie Hancock erstmals ein elektrisches
Piano verwendete. Höhepunkt
dieser Phase bildet aber Bitches Brew (1970):
Die Platte orientiert sich kaum mehr am klassischen
Jazzsound: Miles Davis verstärkt seine Trompete
und verwendet Effetgeräte und oft spielen bei den
Stücken bis zu zwei Bassisten und drei Schlagzeuger
gleichzeitig. Rhythmisch dominieren Elemente von Rock
und Funk
- Swing
wird in den Hintergrund gedrängt.
Die Hinwendung zur Rockmusik brachte Miles Davis auch
neuen Publikumsschichten näher. So spielte er etwa
im Vorpogramm von Santana
und der Steve Miller Band. Dies schreckte elitäre
Jazzfans zwar ab, brachte ihn aber auf die größten
Bühnen rund um den Globus. Das exzessive Touren
schien aber der Gesundheit des Trompeters
nicht gerade zuträglich gewesen zu sein und immer
öfter musste er aus diesem Grund Pausen einlegen.
Von 1975 bis 1981 zog er sich schlussendlich ganz zurück,
wobei Drogen wieder einen festen Platz in seinem Leben
einzunehmen begannen.
Die Rückkehr ins Musikbusiness
war nach dieser langen Abstinenz von vielen (musikalischen
wie auch persönlichen) Höhen und Tiefen begleitet.
Das Comebackalbum The Man with the Horn (1981)
brachte ihm nicht sehr viel Kritikerlob ein, doch das
1982 veröffentlichte Live-Album We want Miles
erhielt einen Grammy. Dass Miles Davis auch in späten
Jahren noch an modernen Entwicklungen interessiert war,
zeigt sein letztes Album "Doo-Bop" (1991),
dass er gemeinsam mit dem Hip Hop Produzenten Easy Mo
Bee produzierte. Unbedingt zu erwähnen ist auch
sein 1985er Album "You're
under arrest" indem Miles
nicht nur Jazz, Pop & Fusion genial kombiniert,
sondern auch politische Statements über Rassismus,
Umweltverschmutzung und Krieg ensprengselt. Besonders
bekannt sind seine Adaptionen der bekannten Pop-Songs
"Time after Time" (Cyndi Lauper) und Michael
Jacksons "Human Nature".
Nachdem
er Anfang der 1980er einen Schlaganfall erlitten und
überwunden hatte, erlitt er 1991 einen weiteren
und fiel kurz darauf ins Koma. Nachdem seine Familie
beschlossen hatte die künstliche Lebenserhaltung
zu stoppen, starb Miles Davis am 28. September 1991
und mit ihm einer der größten Innovatoren
der Jazzgeschichte.
Kai
Kappauf & Alexander Forstner
Hier geht's zur ausführlichen Miles Davis Biographie (8 Seiten !!!)
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